
Große Gartenbaumeister wie Klett oder Lenné haben sich hier in verschiedenen Stilen eindrucksvoll verwirklicht. Heute findet man Altes und Neues harmonisch vereint. Burg-, Schloss- und Grünhausgarten wurden nach historischem Vorbild erhalten oder zum Teil auch wieder hergerichtet.
BURGGARTEN
Das Schloss ist unmittelbar vom Burggarten umgeben. Er ist meisterliches Ergebnis der 1860 nach dem bekannten Hofgärtner Theodor Klett umgesetzten Gestaltungspläne.
Der Burggarten ist einer der Vielfältigsten und erstreckt sich über zwei Ebenen. Während die untere direkt am Wasser liegt, stützt sich die obere auf eine künstliche Grotte und den Gartenmittelpunkt, die historische Orangerie. Sie dient im Winter als Pflanzenhaus, also in ihrer originalen Bestimmung, und wird im Sommer als Café genutzt. Die Orangerie grenzt direkt an das Schloss und bezaubert mit einem Springbrunnen in ihrer Mitte. Im nördlichen Abschnitt des Burggartens liegt ein Rosengarten. Andere Teile sind wie englische Landschaftsgärten oder im Stil italienischer Terrassengärten der Renaissance gestaltet.
SCHLOSSGARTEN
Durch eine Drehbrücke ist die Schlossinsel mit dem barocken Schlossgarten verbunden. Er ist der wertvollste Barockpark Norddeutschland und war das Zentrum der Bundesgartenschau 2009. Zu ihm gehört eine symmetrische barocke Gartenanlage, in die der Kreuzkanal harmonisch eingebettet ist.
Der Schlossgarten fand schon 1577 seine erste Erwähnung als Obst- und Weingarten. Zwischen 1748 und 1756 gestaltete Jean Legeay die zu diesem Zeitpunkt verwahrlosten Anlagen neu. Der Kreuzkanal und die Arkaden entstanden. Die Laubengänge und die weiten Rasenflächen wurden bei der Umgestaltung durch den Hofgärtner Theodor Klett 1862 angelegt. Im Schlossgarten finden sich neben zahlreichen Plastiken Permosers, die den Kreuzkanal säumen, auch der Schlossgartenpavillon und ein großes, von Ludwig Brunow 1893 geschaffenes, Reiterstandbild des Großherzogs Friedrich Franz II.
GRÜNHAUSGARTEN
Vom repräsentativen zentralen Teil des Schlossgartens mit seiner symmetrischen barocken Anlage, führt der Weg in den vom Potsdamer Gartenbaudirektor Peter Joseph Lenné konzipierten Greenhouse-Garten im Stile eines englischen Landschaftsparks. Hier "residiert" die 1907 von Hugo Berwald geschaffene Großherzogin Alexandrine, Mutter Friedrich Franz II. Die ehemalige Sommerresidenz des Großherzogs Paul Friedrich, auch als Grünhaus bezeichnet, wurde 1835 errichtet und beherbergt heute einen Kindergarten. Zwei Jahre später kam nach Plänen von G.A. Demmler das gegenüberliegende Kavaliershaus dazu.
HECKENGARTEN
Der Heckengarten ist Teil des südlichen Schlossgartens, der nach einem Entwurf von Peter Joseph Lenné vom Hofgärtner Theodor Klett angelegt worden ist. Jahrzehntelang war er nicht mehr zugänglich und durch fehlende Pflege in seiner Struktur auch nicht mehr erkennbar. Zur Bundesgartenschau 2009 wurde er wieder in einen denkmalgerechten Zustand versetzt.
DIE SCHWIMMENDE WIESE
Sie wurde als Garten des 21. Jahrhunderts zur Bundesgartenschau 2009 angelegt. Die „Schwimmende Wiese“, die die Besucher direkt ans Wasser führt, ist ein moderner Ruhepol. Seichte Blumenhügel inmitten einladenender Rasenflächen und sanfte Wellen des Burgsees, die gemächlich an das Ufer schwappen.
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